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hier ein Auszug aus der WAZ


"Die schmeißen alles zu"

Im Westen, 30.03.2008, Von Annika Fischer
In Herne erstickte eine Familie, weil ein Vogelnest ihren Kamin verstopfte. Dabei hätte ein simples Gitter auf dem Schornstein das Schreckliche verhindern können

 

Der Gelsenkirchener Schornsteinfeger Günter Gaux - mit einem Dohlengitter. Foto: WAZ, Matthias Graben (WAZ)
Der Gelsenkirchener Schornsteinfeger Günter Gaux - mit einem Dohlengitter. Foto: WAZ, Matthias Graben

Gelsenkirchen. Den Leuten aufs Dach steigen, Besen in den Schornstein, fegen: Es war eine naheliegende Examensaufgabe für den angehenden Kaminkehrer - doch dann wurde sie zur harten Prüfung. Denn der Besen kehrte nicht, fand erst gar keinen Weg hinunter, der Schornstein war dicht. Ein Dohlennest! Sie haben damals wannenweise Reisig aus dem Kamin geholt, Zweige, Stöckchen, Papiertaschentücher; zwei Meter hoch hatten die Vögel gebaut und damit den Abzug völlig zu. Und fünf Familien hatten nichts bemerkt.

Aber "Merken und Umfallen" wäre auch eins gewesen, sagt Günter Gaux, Schornsteinfegermeister aus Gelsenkirchen-Buer, der jene Prüfung Ende der 90er abnahm. "Wenn Sie die giftigen Gase erst bemerken, können Sie nichts mehr machen. Da kommen Sie in keinem Bad mehr bis zur Tür." Und in Herne kam das Kohlenmonoxid im Schlaf zu den Menschen.

Und das nur, weil Frühling ist. Und Vögel im Frühling Nester bauen. Auch Corvus monedula, der schwarze mit den eisblauen Augen aus der Gattung der Raben und Krähen. Nur ist die Dohle ein Höhlenbrüter, aber wo soll sie in den Großstädten noch Höhlen finden? Sie nimmt die Abgasrohre der Wohnbebauung. Setzt sich auf die Schornsteinkante und lässt fallen, was sie findet: "Die schmeißen alles zu", weiß Gaux, bis sich ein Zweiglein quersetzt und trägt, was ein Nest werden soll. "Dann krabbelt der Vogel hinterher und verdichtet, bis es stabil ist." Und auch von unten nichts mehr durchkommt.

Also auch kein Abgas. Das sucht sich seinen Weg zurück, nimmt den anderen Ausgang, wenn nach oben nichts mehr geht: In seinem Bezirk in Münster musste der Schornsteinfeger es selbst erleben - wie das CO-Gas in einen Keller zog und von dort durchs ganze Haus bis in die erste Etage, wo eine alte Dame erstickte. "Die Dohle macht keinen Unterschied, ob Gasheizung, Ölheizung oder offener Kamin; die schmeißt so lange, bis nichts mehr reingeht."

Die Heizung selbst wird das Problem selten melden. Im Herner Fall dürfte die oberste Therme sich per Sensor sogar abgeschaltet haben. Doch die Geräte der Mieter darunter heizten weiter. Der Schornsteinfeger hätte die drohende Gefahr bemerkt, aber der kommt ja nur einmal im Jahr und das selten gerade während der Brutzeit. Was also, fragt Gaux, "ist mit den anderen 364 Tagen im Jahr"? Da kann allenfalls nebenan jemand ein Auge offen halten, ob zwischen März und Mai der Nachbar einen schwarzen Vogel hat auf dem Dach.

Dabei ist Abhilfe längst erfunden: Dohlengitter. Einfache Konstruktionen, die von Dachdecker oder Schornsteinfeger auf dem Kamin angebracht werden. Ab 50 Euro ist so ein Drahtgeflecht auf festem Rahmen schon zu haben, hält die werfende Dohle fern - und rettet Leben. Vorgeschrieben aber ist es nicht. "Das Baurecht", beklagt Günter Gaux, "sieht das nicht vor, nur weil ein paar Dohlen Nester bauen." Nur sind es längst nicht mehr nur ein paar, in seinem Bezirk findet der Schornsteinfeger "reichlich" Dohlen-Nester im Jahr. Und da geht es dann gerade noch gut.





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